Ultimate
Finance.
Anzahlung und Restzahlung als eigene Zahlungsart: automatisch berechnet, per E-Mail angefordert, im Admin sauber verbucht — auf genau einer Rechnung, ohne Eingriff in Ihre Buchhaltung.
Alle Funktionen
im Überblick.
Zahlungsart „Anzahlung“
Kein globaler Schalter: Eine Bestellung wird zur Anzahlungsbestellung, weil der Kunde die Zahlungsart „Anzahlung“ wählt — alle anderen Bestellungen bleiben unberührt.
Vier Berechnungsmodi
Prozentual, Festbetrag, Staffelung und gestaffelt nach Preis (Prozent) — auf Brutto- oder Nettobasis, für jeden Verkaufskanal einzeln übersteuerbar.
Rundung, Mindestbetrag & Deckelung
Rundung auf ganze Einheit, 5er- oder 10er-Schritt, Mindest-Anzahlungsbetrag als Untergrenze — und die Anzahlung ist nie höher als der Bestellwert.
Storefront-Anzeige
Hervorhebung als farbige Box oder Badge „Empfehlung“, Farben und Texte konfigurierbar. Die Warenkorbsumme wird nie verändert — die Storefront zeigt nur an.
Admin-Modul „Anzahlungen“
Alle Anzahlungsbestellungen mit Soll, Ist und offenem Rest auf einen Blick — die Buchungs-Aktionen starten direkt aus der Liste.
Zahlungsjournal
Jede Buchung landet in einem Journal, das nur wächst: Korrekturen und Rückzahlungen sind Gegenbuchungen mit Pflichtkommentar — nichts wird gelöscht, alles bleibt nachvollziehbar.
Native Zahlstatus & Abgleich
„Angezahlt“ und „Bezahlt“ sind native Shopware-Zahlstatus — Flows, Auswertungen und Exporte funktionieren weiter. Die Abgleich-Spalte warnt bei Abweichungen, ohne zu blockieren.
Zahlungsaufforderungs-Mails
Zwei mitgelieferte E-Mail-Vorlagen (Deutsch und Englisch) für Anzahlung und Restzahlung — versendet über den Flow Builder, inklusive Bankverbindung und Bestellnummer als Verwendungszweck.
Berechtigungen (ACL)
Feingranulare Rechte pro Rolle: Zahlung bestätigen, Restzahlung anfordern sowie Korrektur und Rückzahlung buchen.
Dokumentation.
1. Einleitung
Hochpreisige Ware, individuelle Anfertigungen, lange Lieferzeiten: Wer in Vorleistung geht, möchte eine Anzahlung, bevor die Produktion startet. Ultimate Finance – Anzahlung macht daraus eine ganz normale Zahlungsart: Der Kunde wählt im Checkout „Anzahlung“, das Plugin berechnet den Betrag nach Ihren Regeln, fordert ihn per E-Mail an und gibt Ihnen im Admin eine Übersicht über Soll, Ist und offenen Rest.
Einmal einrichten genügt: Es gibt keinen globalen Schalter. Eine Bestellung wird zur Anzahlungsbestellung, weil der Kunde die Zahlungsart „Anzahlung“ wählt — alle anderen Bestellungen bleiben unberührt.
Systemanforderungen:
- Shopware 6.7.0 oder neuer
- PHP 8.2, 8.3 oder 8.4
- Theme beliebig — nach der Installation Theme neu kompilieren
2. In fünf Minuten startklar
Installation per Konsole:
- bin/console plugin:refresh
- bin/console plugin:install --activate BmaniaUltimateFinance
- bin/console theme:compile
- bin/console cache:clear
Alternativ laden Sie das ZIP-Archiv im Administrationsbereich unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen hoch und aktivieren es dort.
Die ersten Schritte:
- Zahlungsart freischalten: Unter Einstellungen → Zahlungsarten die Zahlungsart „Anzahlung“ aktivieren und sie im Verkaufskanal unter „Zahlungsverfahren“ hinzufügen.
- Bankverbindung hinterlegen: In der Plugin-Konfiguration die Karte „Bankverbindung“ ausfüllen (Kapitel 9) — sie erscheint in jeder Zahlungsaufforderung.
- Betrag festlegen: Modus und Höhe der Anzahlung wählen (Kapitel 5 und 6). Der Standard ist 30 Prozent vom Bruttobestellwert.
- Mail-Flows prüfen: Die beiden Standard-Flows für die Zahlungsaufforderungen legt das Plugin bei der Aktivierung selbst an — werfen Sie im Flow Builder einen Blick darauf (Kapitel 14).
- Testbestellung aufgeben: Im Storefront mit Zahlungsart „Anzahlung“ bestellen und die Kontrollrunde aus Kapitel 17 gehen.
3. Wie das Plugin denkt
Wer Geldflüsse verwaltet, braucht klare Regeln. Diese vier gelten in jedem Winkel des Plugins:
- Eine Bestellung, eine Rechnung: Anzahlung und Restzahlung sind Zahlungen auf dieselbe Bestellung — keine eigenen Belege, keine Teilrechnungen. Ihre Rechnungsstellung bleibt, wie sie ist.
- Der Zahlstatus ist die Wahrheit: Das Plugin nutzt die nativen Shopware-Zahlstatus („Teilweise bezahlt“ erscheint als „Angezahlt“, danach „Bezahlt“). Alles, was auf Zahlstatus reagiert — Flows, Auswertungen, Exporte — funktioniert unverändert weiter.
- Journal statt Radiergummi: Jede Buchung landet in einem Zahlungsjournal, das nur wächst. Korrekturen und Rückzahlungen sind Gegenbuchungen mit Pflichtkommentar — nichts wird gelöscht oder überschrieben, alles bleibt nachvollziehbar.
- Offene Beträge werden live berechnet: Der Gesamtbetrag kommt aus der Bestellung, das Bezahlte aus dem Journal, der offene Rest ist die Differenz. Es gibt keinen gespeicherten „Restbetrag“, der veralten könnte.
4. Der Weg einer Anzahlungsbestellung
Vom Checkout bis zur vollständigen Zahlung in sechs Schritten:
- Der Kunde wählt „Anzahlung“: Auf der Bestätigungsseite erscheint die Hinweisbox mit Anzahlungsbetrag und Restbetrag — transparent, bevor bestellt wird.
- Die Bestellung geht ein: Das Plugin vermerkt sie als Anzahlungsbestellung und versendet die Zahlungsaufforderung mit Ihrer Bankverbindung. Der Verwendungszweck ist immer die Bestellnummer.
- Der Kunde überweist die Anzahlung: Sie erkennen den Zahlungseingang auf Ihrem Konto an der Bestellnummer.
- Sie buchen „Anzahlung eingegangen“: Im Modul „Anzahlungen“ (Kapitel 11) bestätigen Sie den Betrag — der Zahlstatus springt auf „Angezahlt“.
- Sie fordern die Restzahlung an: Etwa wenn die Ware fertig ist: Die Aktion „Restzahlung anfordern“ versendet die zweite Zahlungsaufforderung über den offenen Betrag.
- Die Restzahlung trifft ein: Sie buchen „Restzahlung eingegangen“ — die Bestellung steht auf „Bezahlt“ und läuft wie jede andere weiter.
Jeder dieser Schritte hinterlässt eine Spur: die Beträge im Zahlungsjournal, die Statuswechsel in der Shopware-Statushistorie und der Zeitpunkt der Restzahlungs-Anforderung in der Übersicht.
5. Konfiguration: Modus und Betrag
Sie finden die Konfiguration unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen → Ultimate Finance – Deposit → Konfiguration. Alle Werte lassen sich pro Verkaufskanal übersteuern.
Karte „Allgemein“:
- Modus: Wie die Anzahlung berechnet wird — „Prozentual“, „Festbetrag“, „Staffelung“ oder „Gestaffelt nach Preis (Prozent)“ (Kapitel 6). Standard: Prozentual.
- Berechnungsbasis: Anzahlung auf den Brutto- oder den Nettobetrag der Bestellung berechnen. Standard: Brutto.
Karte „Betrag“:
- Anzahlung in Prozent: Prozentsatz im Modus „Prozentual“, auf zwei Nachkommastellen genau (z. B. 30,5). Standard: 30.
- Fester Anzahlungsbetrag: Betrag in Bestellwährung im Modus „Festbetrag“.
- Mindest-Anzahlungsbetrag: Untergrenze über alle Modi außer „Staffelung“. Greift nach der Rundung; 0 schaltet sie ab.
- Rundung der Anzahlung: „Keine“, „Auf ganze Einheit“, „Auf 5er-Schritt“ oder „Auf 10er-Schritt“ — es wird immer abgerundet.
6. Konfiguration: Staffelungen
Staffelung mit festen Beträgen: Im Modus „Staffelung“ tragen Sie im Feld Staffelung je Zeile „Bestellwert-Schwelle:Anzahlungsbetrag“ ein:
- 230:50
- 500:100
- 1000:250
Ab 230 € Bestellwert sind 50 € Anzahlung fällig, ab 500 € dann 100 €, ab 1.000 € schließlich 250 €. Es gilt immer die höchste Stufe, deren Schwelle der Bestellwert erreicht. Rundung und Mindestbetrag werden in diesem Modus ignoriert — die Beträge stehen ja bereits fest.
Staffelung mit Prozentsätzen: Im Modus „Gestaffelt nach Preis (Prozent)“ gilt dasselbe Prinzip mit Prozentwerten im Feld Prozent-Staffel:
- 0:10
- 1000:15
- 5000:20
Ab 0 € gelten 10 Prozent, ab 1.000 € dann 15, ab 5.000 € schließlich 20 Prozent. Rundung und Mindestbetrag greifen hier — anders als bei den festen Beträgen — ganz normal.
- Unterhalb der kleinsten Schwelle gibt es keine Anzahlung — die Bestellung läuft als reguläre Bestellung durch.
- Eine leere Liste ist erlaubt und bedeutet schlicht „keine Anzahlung“ — kein Fehler, keine Warnung im Checkout.
- Fehlerhafte Zeilen blockieren das Speichern: Die Konfiguration lehnt unlesbare Staffeln mit einer klaren Fehlermeldung ab, bevor sie Schaden anrichten können.
7. Konfiguration: Darstellung im Checkout
Die Karte „Darstellung“ steuert, wie die Zahlungsart auffällt — ohne je einen Betrag anzufassen:
- Hervorhebung der Anzahlungs-Zahlart: „Farbige Box“ rahmt die Zahlungsart auf der Bestätigungsseite farbig ein, „Badge ‚Empfehlung‘“ setzt stattdessen eine kleine Empfehlungs-Marke an den Namen.
- Akzentfarbe: Farbe für Box-Rahmen beziehungsweise Badge. Leer = Themefarbe.
- Hinweisbox-Hintergrundfarbe: Hintergrund der Anzahlungs-Hinweisbox auf Bestätigungs- und Erfolgsseite. Leer = Theme-Optik.
- Hinweisbox-Textfarbe: Textfarbe derselben Hinweisbox. Leer = Theme-Optik.
Prüfen Sie die gewählten Farben einmal im Storefront Ihres Themes: Akzentfarben mit wenig Kontrast zum Seitenhintergrund wirken schnell unauffälliger als beabsichtigt.
8. Konfiguration: Hinweistexte
Die Karte „Texte“ bestimmt, was der Kunde liest — im Checkout und in der Restzahlungs-Mail:
- Anzahlungs-Hinweistext (Storefront): Hinweis auf Bestätigungs- und Erfolgsseite. Platzhalter: {depositAmount}, {remainderAmount}, {totalAmount} — bereits formatiert, brutto. Leer = Standardtext.
- Restzahlungs-Hinweistext (Storefront): Hinweis zur Fälligkeit der Restzahlung, gleiche Platzhalter. Leer = Standardtext.
- Restzahlungs-Hinweis (E-Mail/Beleg) — Deutsch: Fälligkeits-Satz in der Restzahlungs-Mail bei deutschsprachigen Bestellungen. Standard: „Die Restzahlung wird nach Erhalt der Rechnung fällig.“
- Restzahlungs-Hinweis (E-Mail/Beleg) — Englisch: Englische Fassung für nicht-deutschsprachige Bestellungen. Leer = deutscher Text.
Die Sprache entscheidet die Bestellung, nicht Ihr Admin: Eine englische Bestellung erhält die englischen Texte — auch wenn Sie die Restzahlung aus einem deutschen Admin heraus anfordern.
9. Konfiguration: Bankverbindung
Die Karte „Bankverbindung“ enthält das Konto, auf das Anzahlung und Restzahlung überwiesen werden:
- Kontoinhaber: Name, der in den Zahlungsaufforderungen als Empfänger genannt wird.
- IBAN und BIC des Empfängerkontos sowie der Name der Bank.
- Zahlungshinweis: Optionaler Zusatztext unter den Bankdaten in beiden Mails, etwa ein Frist- oder Skontohinweis.
Betreiben Sie mehrere Verkaufskanäle mit unterschiedlichen Konten, hinterlegen Sie die Bankverbindung einfach je Verkaufskanal — die Mails verwenden automatisch die Daten des Kanals, über den bestellt wurde.
10. Die Zahlungsaufforderungs-Mails
Bei der Installation richtet das Plugin zwei E-Mail-Vorlagen ein, jeweils auf Deutsch und Englisch:
- „Anzahlung – Zahlungsaufforderung“ — geht direkt nach der Bestellung an den Kunden: Anzahlungsbetrag, Restbetrag, Bankverbindung, Verwendungszweck.
- „Restzahlung – Zahlungsaufforderung“ — wird durch die Admin-Aktion „Restzahlung anfordern“ ausgelöst und nennt den offenen Betrag samt Fälligkeitshinweis (Kapitel 8).
Beide Vorlagen finden Sie unter Einstellungen → E-Mail-Templates und können sie dort frei anpassen. Ihre Änderungen überleben Plugin-Updates. Die Mail wird immer in der Sprache der Bestellung gerendert.
Wenn der Versand scheitert: Konnte die Anzahlungs-Mail nach der Bestellung nicht ausgelöst werden, zeigt die Spalte „Anzahlungs-Mail“ in der Übersicht ein Warnsymbol statt des Häkchens. Versenden Sie die Mail dann manuell und setzen Sie die Markierung über die Aktion „Mail-Fehler-Markierung zurücksetzen“ zurück. Die Bestellung selbst ist davon nie betroffen.
11. Das Admin-Modul „Anzahlungen“
Sie finden die Übersicht unter Bestellungen → Anzahlungen. Sie zeigt ausschließlich Bestellungen, die mit der Zahlungsart „Anzahlung“ aufgegeben wurden.
Die Spalten:
- Bestell-Nr. / Kunde / Gesamt: Stammdaten der Bestellung; der Gesamtbetrag kommt live aus der Bestellung.
- Soll-Anzahlung: Der angeforderte Anzahlungsbetrag laut Berechnung bei Bestelleingang.
- Bereits gezahlt: Summe aller Buchungen im Zahlungsjournal — inklusive Korrekturen und Rückzahlungen.
- Restbetrag (offen): Live berechnete Differenz aus Gesamt und Gezahltem.
- Zahlstatus: Der native Shopware-Zahlstatus (Kapitel 13).
- Abgleich: Passen Journal und Zahlstatus zusammen? Bei Abweichungen erscheint eine Warnung mit Begründung (Kapitel 13).
- Restzahlung angefordert am: Zeitpunkt der letzten Restzahlungs-Anforderung — leer, solange noch keine versendet wurde.
- Anzahlungs-Mail: Häkchen, wenn die Zahlungsaufforderung ausgelöst wurde; Warnsymbol, wenn der Versand scheiterte (Kapitel 10).
Von jeder Zeile gelangen Sie direkt zur Bestellung; die Buchungs-Aktionen (Kapitel 12) starten Sie unmittelbar aus der Liste.
12. Zahlungen buchen
Die vier Aktionen:
- Anzahlung eingegangen: Bucht den erhaltenen Betrag und setzt den Zahlstatus auf „Angezahlt“.
- Restzahlung eingegangen: Bucht den Restbetrag und setzt den Zahlstatus auf „Bezahlt“.
- Korrektur buchen: Gegenbuchung in beliebiger Höhe: Ein positiver Wert erhöht den gebuchten Betrag, ein negativer senkt ihn. Kommentar ist Pflicht.
- Rückzahlung buchen: Dokumentiert eine Erstattung an den Kunden im Journal, ohne den Zahlstatus zu verändern. Kommentar ist Pflicht.
Gut zu wissen:
- Beträge in Bestellwährung: Der Buchungsdialog schlägt den erwarteten Betrag vor und weist darauf hin, wenn Ihre Eingabe von Soll oder offenem Rest abweicht — buchen dürfen Sie trotzdem.
- Kommentar als Audit-Begründung: Bei Korrektur und Rückzahlung erzwingt das Plugin einen Kommentar — Ihr späteres Ich wird es Ihnen danken.
- Nur auf Anzahlungsbestellungen: Die Geld-Aktionen wirken ausschließlich auf Bestellungen mit Anzahlungs-Vermerk — reguläre Bestellungen sind technisch ausgeschlossen.
- Doppelklick-sicher: Jede Buchung trägt ein Einmal-Token; versehentlich doppelt abgeschickte Dialoge erzeugen keine doppelten Buchungen.
13. Zahlstatus und Abgleich
Die Zahlstatus:
- Offen: Bestellung eingegangen, noch kein Zahlungseingang gebucht.
- Angezahlt: Die Anzahlung ist bestätigt (nativer Status „Teilweise bezahlt“).
- Bezahlt: Der volle Betrag ist eingegangen.
- Storniert / Erstattet / Erinnert: Die üblichen Shopware-Zahlstatus — sie bleiben uneingeschränkt nutzbar.
Die Abgleich-Spalte: OK bedeutet, Zahlungsjournal und Zahlstatus erzählen dieselbe Geschichte; bei Abweichung passt beides nicht zusammen — der Grund steht als Hinweis an der Zeile. Typische Gründe:
- Überzahlung — der Kunde hat mehr überwiesen als offen war; Rückerstattung prüfen.
- Status „bezahlt“ ohne Buchung — jemand hat den Status manuell gesetzt, ohne dass das Journal den Eingang kennt.
- Buchungen decken den Gesamtbetrag, Status hinkt nach — die letzte Statusänderung fehlt noch.
14. Flow Builder: die Mail-Automatik
Das Plugin stellt im Flow Builder zwei eigene Auslöser bereit, beide unter Finance → Anzahlung:
- Anzahlung angefordert — feuert unmittelbar nach Eingang einer Anzahlungsbestellung.
- Restzahlung angefordert — feuert, wenn Sie im Admin „Restzahlung anfordern“ auslösen.
Die mitgelieferten Standard-Flows: Bei der Aktivierung legt das Plugin unter Einstellungen → Flow Builder zwei aktive Flows an: „Ultimate Finance: Anzahlungs-Aufforderung senden“ und „Ultimate Finance: Restzahlungs-Aufforderung senden“. Beide bestehen aus genau einer Aktion — „E-Mail versenden“ mit der passenden Vorlage aus Kapitel 10 an den Standard-Empfänger.
- Ihre Änderungen sind sicher: Ein vorhandener Flow wird vom Plugin nie überschrieben — Vorlage tauschen, Aktionen anhängen oder deaktivieren bleibt bei Updates und Reaktivierungen erhalten.
- Gelöscht ist nicht für immer: Fehlt ein Standard-Flow, legt ihn die nächste Aktivierung des Plugins neu an. Wollen Sie dauerhaft keinen Versand, deaktivieren Sie den Flow statt ihn zu löschen.
- Eigene Flows sind willkommen: Auf denselben Triggern können Sie beliebige weitere Flows aufbauen — etwa ein Tag setzen oder eine interne Benachrichtigung senden. In beiden Triggern stehen alle Anzahlungswerte als Variablen bereit: formatierte Beträge, Bankverbindung, Fälligkeitstext.
15. Rechte und Rollen
Alle Geld-Aktionen sind einzeln absicherbar. Die Rechte pflegen Sie unter Einstellungen → Benutzer & Rechte → Rollen im Block „Anzahlungen“:
- Zahlung bestätigen (Anzahlung/Restzahlung): „Anzahlung eingegangen“ und „Restzahlung eingegangen“ buchen.
- Restzahlung anfordern: Die Restzahlungs-Mail auslösen.
- Korrektur / Rückzahlung buchen: Gegenbuchungen im Zahlungsjournal anlegen.
Die Übersicht selbst sehen alle Rollen mit Zugriff auf den Bereich „Anzahlungen“; ohne die Zusatzrechte bleiben die Buchungs-Aktionen verborgen beziehungsweise werden serverseitig abgelehnt.
16. Betrieb: Sprachen, Updates, Deinstallation
Sprachen: Das Plugin ist vollständig zweisprachig (Deutsch und Englisch): Admin, Storefront-Hinweise und Mail-Vorlagen. Welche Sprache ein Kunde sieht, entscheidet seine Bestellung — nicht die Sprache Ihres Admins.
Cache und Theme: Nach Installation und Updates: Cache leeren und das Theme neu kompilieren. Änderungen an der Plugin-Konfiguration wirken dagegen ohne weiteres Zutun.
Updates: Updates spielen Sie wie gewohnt über Erweiterungen → Meine Erweiterungen ein. Ihre Anpassungen an den Mail-Vorlagen und an Name oder Beschreibung der Zahlungsart bleiben erhalten.
Deinstallation:
- Die Zahlungsart wird deaktiviert, nie gelöscht: Bestehende Bestellungen behalten ihre Zahlungsart und bleiben vollständig auswertbar.
- „Daten behalten“ entscheidet: Beim Deinstallieren fragt Shopware, ob Plugin-Daten erhalten bleiben sollen. Mit „behalten“ überstehen Anzahlungsvermerke und Journal eine spätere Neuinstallation; ohne diese Option werden die Plugin-Daten, die mitgelieferten Mail-Vorlagen und die Standard-Flows entfernt.
- Zahlstatus bleiben unberührt: „Angezahlt“ und „Bezahlt“ sind native Shopware-Status — an Ihrer Bestellhistorie ändert die Deinstallation nichts.
17. Ihre Prüfpflicht: die steuerliche Einordnung
Die Kontrollrunde vor dem Livegang:
- Testbestellung aufgeben: Mit Zahlungsart „Anzahlung“ bestellen und beide Mails, die Beträge und die Statuswechsel einmal komplett durchspielen.
- Rechnungsstellung abstimmen: Zeitpunkt und Text Ihrer Rechnung mit dem Steuerberater festlegen — insbesondere, wann die Rechnung erstellt wird und wie vereinnahmte Anzahlungen behandelt werden.
- Buchhaltung informieren: Zahlungseingänge tragen die Bestellnummer als Verwendungszweck; das Zahlungsjournal im Admin dokumentiert jede Buchung mit Kommentar.
- Mail-Texte prüfen: Fristen, Skonto und Fälligkeitshinweise sind Ihre Aussagen (Kapitel 8) — lesen Sie sie einmal mit kaufmännischem Blick.
Kurz gesagt: Das Plugin nimmt Ihnen die Organisation ab — die Steuerfrage bleibt, wo sie hingehört: bei Ihnen und Ihrer Steuerberatung.
18. Häufige Fragen
Ich sehe die Zahlungsart „Anzahlung“ im Checkout nicht. Woran liegt das? Fast immer an der Zuweisung: Die Zahlungsart muss aktiv sein und dem Verkaufskanal unter „Zahlungsverfahren“ zugewiesen werden. Prüfen Sie danach Verfügbarkeitsregeln und leeren Sie den Cache.
Die Zahlungsart ist gewählt, aber es erscheint keine Anzahlung. Ist das ein Fehler? Nein — Ihre Konfiguration ergibt für diese Bestellung schlicht keinen Betrag über null, etwa weil der Bestellwert unter der kleinsten Staffel-Schwelle liegt oder die Staffel leer ist. Die Bestellung läuft dann als reguläre Bestellung durch.
Es kommt keine Zahlungsaufforderung beim Kunden an. Was prüfe ich zuerst? Ist der Standard-Flow im Flow Builder noch vorhanden und aktiv (Kapitel 14)? Danach: Ist die Bankverbindung gepflegt und zeigt die Spalte „Anzahlungs-Mail“ ein Warnsymbol? Dann manuell nachsenden und die Markierung zurücksetzen.
Der Kunde hat zu viel oder zu wenig überwiesen. Wie buche ich das? Buchen Sie den tatsächlich erhaltenen Betrag — der Dialog weist auf die Abweichung hin. Differenzen gleichen Sie später per „Korrektur buchen“ aus, Erstattungen dokumentieren Sie mit „Rückzahlung buchen“; die Abgleich-Spalte behält Überzahlungen im Blick.
Kann der Kunde die Anzahlung online per PayPal oder Karte zahlen? In dieser Version nicht — die Anzahlung wird per Überweisung gezahlt und von Ihnen bestätigt. Eine Anbindung an Online-Zahlarten ist als Ausbaustufe vorgesehen.
Ändert das Plugin meine Rechnung oder meine Steuern? Nein. Es gibt eine Rechnung über den Gesamtbetrag, Belege und Steuerberechnung bleiben unangetastet (Kapitel 17). Die steuerliche Behandlung der Zahlungseingänge liegt bei Ihrer Buchhaltung.
Wo bekomme ich Hilfe? Über den Support-Kontakt im Shopware-Account oder direkt bei der Gründerkind GmbH. Halten Sie Shopware-Version, Plugin-Version und die betroffene Bestellnummer bereit.